Projekte

Projekte der Galerie Graf in Kooperation mit anderen Kulturschaffenden.

Literarische Soirée / unter freiem Himmel

Aquarell Sand-Haus Otto von Kotzebues

Samstag, 19. Juni 2010, 18.00 Uhr,
in Heidelberg


„Ein Teufel, Kotzebue genannt"

Szenische Dokumentation von Horst Taubmann

(vor der Kulisse des Sandhauses, Steigerweg in Heidelberg)
Darstellung: Theatergruppe Odradek

Initiative: Adelheid Graf / Galerie Graf

 

Das abgebildete Aquarell stammt von dem Ur-Urenkel von August von Kotzebue, dem Künstler Otto von Kotzebue, der sich mit der Historie seines Vorfahren auseinandergesetzt hat. Dieses Bild ist zu einer Ausstellung Otto von Kotzebues entstanden, die in der Galerie Graf, 2004 stattgefunden hat.Otto von Kotzebue ist zu dieser Soirée eingeladen und wird anwesend sein. Es werden einige seiner Arbeiten im "Sand-Haus" ausgestellt. Der Autor des Stückes, Horst Taubmann, wird ebenso anwesend sein.

 

Der in seiner Zeit erfolgreichste Komödienautor August von Kotzebue (1761-1819) , 1785 geadelt, russischer Staatsrat, Hoftheaterdichter in Wien, Direktor des Deutschen Theaters in St.Petersburg, als Unterhaltungsdramatiker in Weimar beliebter als Goethe und Schiller, spöttischer Kritiker aller romantisch verklärter Auswüchse von Nationalismus und Patriotismus seiner Zeit, dafür gehasst und verteufelt, wurde 1819 von einem glühenden Patrioten, dem Burschenschaftler Karl Ludwig Sand, brutal ermordet.
Die Hintergründe und erstaunlichen Konsequenzen dieses politischen Mordes verarbeitete der bei Gengenbach lebende Autor Horst Taubmann aus zeitgenössischem Schriftmaterial zu einem mitreißenden Schlagabtausch zwischen Kotzebue und seinen Gegnern als Sprechstück, 1969 am Mannheimer Nationaltheater uraufgeführt und auch heute noch aktuell, da sich der Bogen von damals über die Bücherverbrennung in der Reichskristallnacht bis hin zum Amoklauf in den Schulen heute spannen lässt.
Dieses spannende Hörstück auch optisch erlebbar zu machen, den Humor Kotzebues seinen Gegnern anklingen zu lassen und am Schluss sogar die Rehabilitierung dieses zu Unrecht vergessenen Weltbürgers zu erreichen, ist das Anliegen des Autors und der Darsteller.

 

Die Veranstaltung war großartig. Es war eine außergewöhnliche Inszenierung auf diesem Grundstück, das sich in Hanglage befindet. Die historische Kulisse, das Sandhaus. Dieses Gartenhaus hatte der Scharfrichter 1820 erbaut, aus dem Blutgerüst, auf dem der Student Georg Sand  von ihm hingerichtet werden mußte.

Das Publikum lagerte oder saß also am Hang, mit Blick auf die Bühne, den umliegenden Wald und das weite Tal bis zu den Pfälzer Bergen. Die Vögel des Waldes und das Kirchengeläut aus der Weststadt sorgten für stimmungsvolle Effekte.  Für die Besucher war es ein besonderes Erlebnis und sie konnten neue Einblicke in die Geschichte des August von Kotzebue gewinnen und sogar noch einen Nachkommen erleben, auch einen kreativen Menschen, einen Maler, den sie dazu noch über seine Historie befragen konnten.

 

 

 

 

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